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Home » Fotografie » Mein erstes Hyperlapse / Stabilisierung mit Mercalli V2

Lange Planung und dann bin ich doch einfach spontan raus: das sind die besten Tage! Nachdem ich Gunther Wegner und Shahab Gabriel Behzumi immer wieder mit Fragen ausgequetscht habe, wurde es auch Zeit eigene Erfahrung zu sammeln 😉 Ein dickes Dankeschön für Eure Arbeit und Eure Hilfe!

Aber bevor ich jetzt groß erzähle… was ist eigentlich TimeLapse bzw. Hyperlapse? TimeLapse ist ein Zeitraffer-Video, wo langsame Bewegungen (z.B. Wolken) schneller dargespielt werden. Dafür gibt es diverse Aufnahmetechniken. Ich arbeite hier mit meiner DSLR, zum Equipment aber später mehr. Hyperlapse ist auch als Walking-Lapse oder Motion TimeLapse bekannt und davon lässt sich schon ableiten: es geht um Bewegung bzw. ums Laufen bei der Zeitrafferaufnahme. Um es kurz zu machen, schaut Euch die folgenden Videos einfach mal an (so spare ich mir weitere lange Erklärungen…):

Warum ich erst sehr spät raus bin und mich an die Materie gewagt habe liegt an dem Thema Bildstabilisierung. Es ist m.E. fast unmöglich mit einer DSLR so genau zu fotografieren, dass eine Nachbearbeitung nicht notwendig ist. Fotos schießen und dann nicht nachbearbeiten können macht mich zumindest frustig. Deshalb habe ich nach diversen Alternativen gesucht und bin dabei auf dieses Video gestoßen…

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Wie der Zufall so will, bei meiner Videosoftware ist Mercalli V2 mit dabei. Und das Ergebnis in dem Video ist wirklich vielversprechend. Der Deshaker ist generell kostenlos, allerdings wollte ich erst mal mit Mercalli anfangen. Ich kann Euch aber schon mal verraten, dass mein nächster Test ein Vergleich zwischen dem kostenlosen Deshaker für Virtualdub, Adobe After Effects Warp Stabilizer, Mercalli V2 und die kostengünstige Version Mercalli Easy sein wird. Gerade die letzte Version kann interessant werden, da sie preislich für unter 20,- EUR zu haben ist mit der Einschränkung, dass die Einstellungen nicht so umfangreich sind. Die Software dahinter wird vermutlich in der Stabilisierung kaum anders arbeiten als die umfangreiche Version, nur eben mit einer Automatik…

Gunther habe ich sofort Bescheid sagen müssen, ich hatte Blut geleckt und der Testlauf ging vor lauter Ungeduld ein wenig in die Hose. Die Aufnahmen sind überbelichtet. Gut, Erfahrungen wollen gesammelt werden 😉 So habe ich das erste mal den „Heiligen Gral Workflow“ mit LRTimeLapse direkt auf einem Hyperlapse-Video anwenden dürfen. Super Sache, aber auch dazu in einem späteren Artikel mehr!

Es wird Zeit meine Ergebnisse zu präsentieren…

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Bis ich dieses Ergebnis hatte sind aber einige Stunden vergangen. Ohne Objektivkorrektur in Lightroom war das Gasometer wie ein Wackelpudding am wackeln… Ursache ist unter anderem, dass ich LiveView gearbeitet habe und die Sonne voll drauf gehauen hat. Viel habe ich nicht sehen können, aber trotz Stativ waren dort horizontale Schwankungen. Nächste mal Okkularabdeckung ab! Weiterhin ist es leichter gesagt als getan mal eben schnell das Bild richtig auszurichten. Ich habe 12 Sekunden auf meinem Timer eingestellt und es war teilweise sehr knapp mit dem fotografieren. Abhilfe könnte hier ein Stativwagen schaffen, allerdings bin ich ja Outdoor unterwegs, da muss ich wohl in die DIY-Trickkiste greifen. Ideen habe ich schon, aber warten wir mal ab was daraus wird.

Schauen wir uns das Ergebnis an, stellen wir fest, dass die 50fps-Version schon recht ordentlich wirkt. Das ist auch zukünftig mein Ziel, mit möglichst 50fps zu arbeiten, oder falls mit 25fps, dann mit Graufilter! Die Schritte zwischen den Aufnahmen hätte ich noch ein wenig kürzer wählen können. So waren es pro Step ca. 10 – 15 cm, meine Empfehlung sind 5 – 10 cm.

Und Mercalli? Ich finde das Ergebnis schon sehr gut. Hier und da sind unschöne Ruckler drin (achtet mal auf die Masten am Rand), aber generell wirkt es smooth. Bei den Einstellung von Mercalli kann man noch tricksen, aber Ziel ist es den Bildausschnitt auch recht groß zu halten, somit finde ich das ganze recht repräsentativ! Der Zoom ist damit finde ich richtig gut gelungen. Bei der Aufnahme hatte ich verschiedene Sorgen, zu wenig Bilder, zu große Zoom-Schritte, mehrere Bilder auf einer Zoomstufe… Am Ende wurde ich eines besseren belehrt und der Zoom läuft dabei schön weich ab.

Mein Fazit: Ich bin sicherlich nicht bei 100% Zufriedenheit, da kann ich mir allerdings ein mal an die eigene Nase fassen und muss präziser arbeiten. Die Aufnahmen sollten im idealen Fall schon so ablaufen, dass man das Video ohne Kopfschmerzen zu kriegen schauen kann. In ein anspruchsvolles Video würde ich diese Sequenz nicht einbauen wollen 😉 Weitehrin darf man nicht vergessen, dass die wohl beste Software dafür mit After Effects nicht gerade ein Schnäppchen ist! Aber hier sollten wir auch meinen Test abwarten, wenn ich die verschiedenen Stabilisatoren gegeneinander antreten lasse!

Und nun Ihr: Wie findet Ihr das Ergebnis von Mercalli V2?

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Leidenschaft: TimeLapse / HyperLase


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