splitt-it.de

my digital lifestyle

Home » Allgemein » Review: Opel Ampera

Wie ein Auto-Test hier? Ja der Ampera gehört IMHO zu den zurzeit fortschrittlichsten Autos. Und wer dieses Cockpit sieht versteht auch warum einem ITler hier warm ums Herz wird 😉

Aber fangen wir mal von vorne an. Der Ampera ist ein Elektro-Hybridfahrzeug. Im Unterschied zu dem Toyota Prius fährt er jedoch immer elektrisch. Wenn die Batterie nach 40-80 Kilometern leer ist wird ein 1.4 Liter Motor als Range-Extender zugeschaltet. Dieser treibt aber nicht das Fahrzeug an sondern wird nur zum Laden der Batterien verwendet. Somit kommt der Ampera auf eine Reichweite von ca. 500 Kilometern (35 Liter fasst der Benzintank).  Der Verbrauch wird hierbei vom Hersteller mit 1.2l/100 für die ersten 100 Kilometer angegeben. Danach dann mit 4.8 bzw. 5.0l/100. Für ein Auto dieser größe nicht schlecht. Ein paar nackte Zahlen hierzu: 16kWh Batterie. Leistung des Elektromotors 111 KW (150 PS). Drehmoment 370 Nm. Beschleunigung 0 – 100 in unter 10 Sekunden.  CO2 Emissionen in g/km kombiniert: 27

Von außen macht der Ampera echt was her. Er sieht nicht so langweilig aus wie andere Hybridfahrzeuge. Bei meiner Testfahrt ist mir aufgefallen das eine Menge Leute sich nach dem Wagen umdrehen. Er macht echt was her. Dank Keyless Entry braucht der Wagen nicht aufgeschlossen werden. Ich nehme also Platz und stelle mir erst mal den Sitz entsprechend ein. Mit meinen 1.96 habe ich zwar genug Beinfreiheit, zwischen meinem Kopf und dem Dach wird es jedoch etwas eng. Passt aber noch.. Schnell noch den Kindersitz hinten Fest gemacht (IsoFix und Co sind natürlich an Bord) und weiter gehts.

Beim Einstellen der Spiegel fällt auf das nach hinten hin die Sicht etwas beschrägt ist. Beim Einparken ist dies aber nicht so wild, da ein Parkassistent mit einer Rückfahrkamera hier gute Dienste leistet. Nach dem Einstellen auf die Bremse treten und den den POWER Knopf drücken. Ein leises Summen die zwei Bildschirme springen an und das Auto ist fahrbereit. Den Fahrregeler auf D und schon geht es quasi Geräuschfrei los. Schneller als man glaub zeigt der Digitaltacho 50 an. Mangels Motorgeräusch muss man aufpassen nicht zu schnell zu fahren. In der Stadt fährt sich der Wagen super. Beschleunigt zügig, lenkt brav ein und schiebt bei schnell gefahrenen Kurven etwas über die Vorderräder bis das ESP Eingreift. Wie sich der Ampera auf der Autobahn fährt und anhört  (bei 161 KMH wird abgeriegelt) konnte ich leider nicht testen da ich den Wagen nur für eine Stunde fahren konnte. Opel verlangt für eine längere Testfahrt 99€ pro Tag. Neben dem normalen Fahrmodus kann ich noch zwischen „Sport“, „Gebirge“ und „Halten“ wählen. Bei Sport wird das Gaspedal entsprechend geschärft und das Auto spürbar schneller (bei Regennasserfahrbahn bekommt das ESP dann so einiges zu tun). Der Gebirge Modus sollte ca. 30 Minuten bevor man auf Berge trifft einschalten. Dann wird die Batterie durch den Generator schon mal vorab wieder aufgeladen. Im Halten Modus springt der Generator sofort an um den Ladezustand der Batterie zu halten. Dieser ist übrigens auch angenehm Leise und stört nicht wirklich.

Wie man auf dem ersten Foto erkennen kann gibt es keinen herkömmlichen Tacho mehr. Anstelle des nur zwei große Bildschirme. Der linke zeigt Informationen wie Geschwindigkeit, verbleibende Kilometer (Akku und Benzin), Licht usw. Weiterhin zeigt eine Weltkugel an ob ich gerade Energie verbrauche oder welche generiere bzw. wie Umweltschonend ich Unterwegs bin (durch einen Ausschlag nach oben/unten und eine Farbveränderung).

Das rechte Display ist ein Touchscreen (7″) der neben dem aktuellen Energiefluss auch als Ladeanzeiger, Navi oder Radioschirm dient. Unterhalb des Schirmes gibt es eine große Anzahl von Knöpfen umrandet von einem Plastikrahmen. Dieser zeigt überdeutlich dass der Ampera der Bruder des Chevy Volt ist. Ich finde dieses billig aussehende Plastik passt so gar nicht zu einem Auto das mit 48.000€ (immerhin fast 100.000 DM) eher zur Oberklasse gehört. Ansonsten gibt es kaum etwas was nicht Serie ist: 7 Airbags, ABS, Kurvenbremskontrolle, Bremsassistent, Elektrische Parkbremse (nie wieder Rückwärts rollen am Berg), Reifendruck Kontrolle, Tagfahrlicht, Diebstahlwarnanlag, Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Radio mit 60GB Festplatte (DVD-MP3 Tauglich, USB Schnittstelle, BOSE Sound System mit 6 Lautsprechern), Navigationssystem mit TMC und Karten für über 20 Europäische Länder, Sprachsteuerung, Automatisches Abblendlicht, Tempomat, Lederlenkrad mit Fernbedienung, und schlussendlich Sitzhaltung.

Die restliche Verarbeitung ist gut. Im Fond fühlt man sich wohl. Die Sitze sind bequem und bieten genug Seitenhalt. Ablagen gibt es zu genüge. Die Batterien des Ampera sind im Fahrzeugtunnel in der Mitte verbaut. Dies führt leider dazu das im Heck nur zwei Personen Platz nehmen können. Diese dürfen es sich dafür in zwei sehr bequeme Einzelsitze bequem machen. Allerdings wer hinter mir sitzt darf nicht allzu lange Beine haben. Der Kofferraum ist mit 310 Litern ok dürfte aber ruhig etwas grösser sein. Bei vorgeklappter Rücksitzen erhöht er sich auf 1005 Liter. Die Maximale Zuladung beträgt dabei 2000 Kilo.

Ein paar schlaue Gedanken hat sich Opel übrigens über das Laden des Ampera gemacht. Wird dieser an den Strom angeschlossen so kann ausgewählt werden ob sofort mit der Ladung angefangen wird oder erst später (z.B. wenn man günstigen Nachstrom hat). Weiterhin kann der Wagen wenn er am Strom hängt bei Bedarf die Klimaanlage oder die Heizung einschalten (Für ein Warmes/Eisfreies losfahren oder die entsprechende Kühle im Sommer).

Positiv Negativ
Gutes Fahrverhalten Preis
Modernes Design Billige Mittelkonsole
Reichweite Nur 2 Personen Sitze im Heck

Zu haben ist die von mir gefahrene ePioneer Edition für 48.999€, ab diesem Quartal soll es jedoch auch eine günstigere Version für 42.000€ geben. Immer noch ein Haufen Geld, dafür gibt es aber ein rund um tolles Auto (welches nur mindestens 10.000€ zu teuer ist) was nur hier und da ein paar Verbesserungen vertragen könnte.

Also was gibt es für Alternativen mit denen zwei Erwachsene und ein Kind auch mal in Urlaub fahren können und welches auch ein bisschen Emotionen zu wecken vermag aber dennoch einen alternativen Antrieb vorweisen kann.

Das Uhrgestein, Toyota Prius (25.750€). Vom Platz er ok aber urlangweilig.
Opel Zafira 1.6 CNG Turbo ecoFLEX (27.950€). schönes Auto moderne Technik nur ein bissel arg gross für 3 Personen.
Honda Insight 1.3 (19.900€). Der Preis ist Heiß und auch das Auto sieht gut aus. Aber ich denke zu klein.
Lexus CT 200h (28.900€). Sieht gut aus, dürfte von der Größe passen und der Preis ist auch ok. Ich glaube den sehe ich mir mal genauer an.

Taurec42

Computer Geek, Starwars Nerd, Petrolhead, Geocaching Verrückter http://www.twitter.com/taurec42

?